Sehenswertes - Sightseeing in Berlin

Fernsehturm in Berlin Der Alexanderplatz trägt seinen Namen zu Ehren des Besuchs Zar Alexanders I. 1805 in Berlin. Mit rund 300.000 Fahrgästen täglich ist der Bahnhof Alexanderplatz einer der geschäftigsten in Berlin. Durch viele Baumaßnahmen ist der Platz mit Sicherheit nicht der schönste Platz Deutschlands, aber der mit Abstand monumentalste. Hier trifft der Besucher auf die Weltzeituhr und den Brunnen der Völkerfreundschaft. Östlich vom Alexanderplatz, an der Grunerstraße befindet sich, das in den 60er Jahren gebaute, Haus des Lehrers, dessen charakteristisches Merkmal, die zwischen 3. und 4. Stock befindliche 125m lange Bauchbinde ist, ein sieben Meter hoher Fries, der das gesellschaftliche Leben in der DDR zeigt. Daneben befindet sich die Kongresshalle, die zur gleichen Zeit entstand und heute Gelände für Messeveranstaltungen ist. Beide Gebäude werden zu einem Büro- und Geschäftshaus mit Kongress- und Veranstaltungszentrum umgebaut und stehen unter Denkmalschutz. Direkt dahinter in der Klosterstraße findet man Kultur im Stadtpalais. Das Podewill bietet Kulturveranstaltungen der gehobenen Art und mit einem italienischen Restaurant auch gute Verköstigung. Die Ruine des Grauen Klosters an der Grunertstraße ist der traurige Rest des ersten Klosterbaus Berlins.

In unmittelbarer Nähe reckt sich der Fernsehturm in den Himmel, der von 1965-1969 erbaut wurde und Deutschlands höchster Turm ist. Die Höhe wurde von Walter Ulbricht festgelegt, damit jedes Schulkind sie sich merken könne: 365 Meter, so viele, wie das Jahr Tage hat. Im Turm befindet das Telecafé, dessen Panoramablick man herrlich genießen kann, da es sich halbstündig um sich selbst dreht. Im Schatten des Turms in der Karl-Liebknecht-Straße befindet sich die Marienkirche aus dem 13. Jahrhundert. Sie wurde im Laufe der Jahrhunderte um dem Turmhelm und um die beeindruckende Marmorkanzel erweitert. Südwestlich des Fernsehturms, an der Ecke Rathaus-/Spandauer Straße befindet sich das Rote Rathaus, Sitz des Berliner Senats und seit seiner Fertigstellung 1869 Regierungszentrum der Stadt. Auffallend sind die 36 ins Mauerwerk eingearbeiteten Terrakotta-Tafeln, die Szenen aus der Berliner Geschichte abbilden. Der Platz um das Rathaus ist geschmückt mit zwei sehr unterschiedlichen Denkmälern, das eine ist eine Doppelstatue von Marx und Engels, die in strenger Form an DDR-Zeiten erinnert, das andere ist der Neptunbrunnen, bei dem vier stramme Damen die Flüsse Elbe, Oder, Rhein und Weichsel darstellen.

Ein Stück der Berliner Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert ist in der Waisenstraße zu finden. Sie hat das Schleifen im 17. Jahrhundert überstanden, da Wohnhäuser mit ihr zusammengemauert waren.
Gruselig wird es in der, im zweiten Weltkrieg zerstörten und inzwischen sanierten, Parochialkirche, in deren Kellergewölbe sich das Museum für Sepulkralkultur, mit Sarkophagen und einigen mumifizierten Leichen befindet. Hinter der Kirche, in der Waisenstraße, ist Berlins älteste Kneipe, aus dem Jahr 1621, die aufgrund der Nähe zum Gericht Zur Letzten Instanz getauft wurde. Zurück in Richtung Mühlendaam/Grunertstraße stößt man auf das Ephraimpalais, das 1762-65 an der Ecke des Molkenmarkts als Wohnhaus des reichen Bankiers und Münzpächters Veitel Heine Ephraim errichtet wurde und eines der entzückensten Häuser Berlins ist. Die Fassadenteile des Rokokobauwerks lagerten lange Zeit im Stadtteil Wedding, da es 1935 wegen seines jüdischen Ursprungs abgetragen wurde. Seit 1983 steht es (fast) wieder an der alten Stelle. Bis 1987 wurde das Palais komplett rekonstruiert, wenn auch 12 Meter nach hinten versetzt. Die Innenräume werden als Ausstellungsräume des Stadtmuseums genutzt. Vollständig erhalten und auch niemals verpflanzt ist das Knoblauchhaus, das 1759 gebaut wurde und indem man bis heute besichtigen kann, wie eine begüterte Familie zu Zeiten des Biedermeier lebte. In der historischen Weinstube kann man sich ein wenig stärken, bevor man sich zur gegenüberliegenden Nikolaikirche aufmacht.

Die Nikolaikirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist eine der ältesten Kirchen Berlins. Hier wurde 1559 die Reformation in Berlin-Brandenburg eingeleitet. Es werden hier keine Gottesdienste mehr abgehalten, dafür birgt die Kirche eine Ausstellung der Stadtgeschichte. Die Spandauerstraße Richtung Norden, dann links in die Karl-Liebknechtstraße über die Liebknechtbrücke kommt man zum Berliner Dom. Die Geschichte des imposanten Kuppelbaus geht bis ins Mittelalter zurück.
Gegenüber liegt der ehemalige Palast der Republik, ein kupfern schimmernder Glasbau, der 1976 eröffnet wurde und heute, asbestsaniert, nur noch leere Hülle ist. Auf dem Platz neben dem Palast sind noch einige Ruinen des Berliner Schlosses zu sehen. Auf der Museumsinsel befindet sich eines der wichtigsten Ausstellungszentren Europas. In der Schatztruhe Berlins ist neben dem Alten Museum und dem Neue Museum, die Nationalgalerie, das Bodemuseum und das Pergamonmuseum gelegen.

Berlin Lüders-Haus neben dem Bundestag Entlang der Spree über den Kupfergraben erreicht man die Schloßbrücke mit den beeindruckenden Statuen, die nach Schinkelschen Entwürfen hergestellt wurden. Und gelangt schließlich zur Straße 'Unter den Linden' in Richtung Brandenburger Tor. Im ersten Gebäude auf der nördlichen Seite befindet sich das Deutsche Historische Museum im ehemaligen Zeughaus.Ein echter Boulevard ist diese Straße, die mit verschiedenen Botschaften und dem Luxushotel Adlon den Geist einer Weltstadt wiederspiegelt. Auch Kunst und Kultur wird einem geboten, hier befindet sich die Deutsche Staatsoper, die Humbolduniversität ist ums Eck, das Deutsche Guggenheim ist neben der königlichen Bibliothek und gegenüber der Staatsbibliothek und direkt neben dem Adlon liegt die Akademie der Künste. Am Ende der Prachtstraße ragt am Pariser Platz stolz das Brandenburger Tor in die Höhe.

Siegessäule in Berlin Vom Pariser Platz aus in die Ebertstraße gelangt man zum Reichstag, der nach den Plänen des britischen Architekten Sir Norman Foster in ein modernes Plenargebäude umgebaut wurde und heute dem Deutschen Bundestag ein Quartier gewährt. Die 40 Meter hohe Aussichtsplattform bietet einen Blick auf die Berliner Innenstadt rund um das Brandenburger Tor bis hin zu Potsdamer Platz und Gedächtniskirche
An der Nordseite des Reichstages, entlang des Spreebogens, erstreckt sich das neue Regierungsviertel, wo sich das Paul-Löbbe-Haus, das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus und das Bundeskanzleramt befindet.
Im angrenzenden Schlosspark Bellevue, durch den die Straße des 17.Juni führt, kann man das Haus der Kulturen besichtigen, das Schloss Bellevue, das seit 1993 erster Amtssitz des Bundespräsidenten ist und auch die Kaiser-Friedrich-Gedächniskirche, die von den Einheimischen auch liebevoll der hohle Zahn genannt wird.

Im Sony Center am Potsdamerplatz ist neben der europäischen Sony Zentrale, auch das erste Sony Kaufhaus Europas und ein Filmzentrum, einschließlich des Filmmuseums Berlin, einer Filmbibliothek und der Marlene-Diertrich-Kollektion. Auf der rechten Seite der Potsdamerstraße liegt das Daimler-Chrysler-Gelände, die dort befindlichen Potsdamer Platz - Arkaden gehören zu den beliebtesten Einkaufszentren der Stadt. A propos Einkaufen, ein Kaufhaus an dem der Berlinreisende natürlich nicht vorbeikommt, ist das KaDeWe in der Nürnbergerstraße in Schöneberg. Es wurde 1907 erbaut und ist bis heute Inbegriff von mondänem Einkaufen, außerdem ist es neben dem GUM in Moskau größtes Kaufhaus Europas. Auf keinen Fallverpassen sollte man das Jüdische Museum Berlin in Kreuzberg in dem zwei Jahrtausende deutsch - jüdische Geschichte aufgezeigt werden. Das Museum war bereits ohne Ausstellungsstücke Anlaufpunkt für Tausende von Besuchern, da der Bau des Architekten Daniel Libeskind selbst zur Attraktion geworden ist. Die Ausstellung selbst schafft einen einmalige Eindruck von Leben und Schicksal der jüdischen Mitbürger in Deutschland.

Sonycenter in Berlin Berlin hat unzählige Sehenswürdigkeiten und Attraktionen, die Stadt selbst ist eine Glanznummer. Großdemonstrationen und Veranstaltungen haben hier einen Stammplatz. Wer sich richtig in den Massen wälzen möchte sollte zur alljährlich im Juli stattfindenden Love Parade kommen, die Mai Randale sind eher etwas für die weniger Liebesbedürftigen, lieb haben tut man sich dafür wieder im Juni beim Christopher Street Day. Beim Karneval der Kulturen in Kreuzberg der im Mai/Juni stattfindet kann man seinen multikulturellen Neigungen freien Lauf lassen und selbst laufen beim alljährlichen Berlin Marathon im September. Für Kulturbeflissene gibt es das ganze Jahr über Veranstaltungen, besondere Highlights sind das Internationale Filmfestival, die Berliner Festtage, das Literaturfestival, das Jazzfestival und die Open-Air-Saison.